Die Grosse Stille

Im Kloster der Kartäuser hoch oben in den französischen Alpen hat man einen anderen Begriff von Zeit, und beileibe nicht jedem ist es gestattet, den Fuß über die Schwelle zu setzen. Dahinter geht das Leben der Mönche seinen von den Tages- und Jahreszeiten bestimmten Gang, unterbrochen nur von den Gesängen in der Messe und einem sonntäglichen, wenige Stunden währenden "Redefenster".

Mehr als zehn Jahre wartete der deutsche Filmemacher Philip Gröning auf eine Drehgenehmigung vom Abt, was schon mal einen Eindruck gibt vom Zeitverständnis der Kartäuser. Dann durfte er kommen, allein ohne Crew. Das Ergebnis sind einmalige Bilder und Klänge aus einer anderen Welt und doch der unseren.

Die Karthäuser-Mönche leben im legendenumwobenen Kloster La Grande Chartreuse nach dem strikten Gebot des Schweigens, das nur für kurze Momente gebrochen wird. Ebenso bevorzugen sie die weltliche Abgeschiedenheit und folgen einer ganz eigenen Zeiteinteilung.

Der außergewöhnliche Film zeigt das Leben im Kloster im Wechsel der Jahreszeiten und die immer wiederkehrenden Elemente des Tages und der Gebete.

Filmemacher Philip Gröning bekam von den Mönchen die höchst seltene Erlaubnis, sich sechs Monate lang in die Einsamkeit des Klosters La Grande Chartreuse zurückzuziehen, um als Erster das Leben der Karthäuser-Mönche filmisch zu dokumentieren.

Herausgekommen ist eine Hör- und Seherfahrung in strenger, fast meditativer Form, deren erste Bilder beim Weltjugendtag 2005 präsentiert wurden. Beim Filmfest in Venedig bekam die ungewöhnliche Dokumentation ebenfalls großen Beifall.

Trailer:

Ganzer Film: